Ulrike Haage verbrachte ihre Kindheit im Ruhrgebiet. Sie wuchs mit der Plattensammlung eines Jazzfans auf und übte Klavier mit den Meistern Bill Evans und Thelonious Monk. Später sang sie und spielte Gitarre in einer Garagenband. Haage zog nach Hamburg, und studierte dort Musik und Musiktherapie. Von 1985 bis 1989 war sie als Dozentin für Improvisation an der Musikhochschule tätig. Bei der Arbeit an Peter Zadeks "Andi" lernte sie FM Einheit kennen. Alfred 23 Harth gründete mit ihr die Gruppe Vladimir Estragon. Die Palette ihrer Soundquellen erweiterte sich um elektronische Klänge . Seit 1989 bildete sie mit Katharina Franck das Herzstück der Rainbirds. 1999 begann eine intensive Zusammenarbeit mit der Schauspielerin Meret Becker. Sie wurde die musikalische Leiterin des Konzertprogrammes Nachtmahr und spielte die CD Fragiles mit ein. 2003 erhielt sie als erste Frau und jüngste Preisträgerin den Deutschen Jazzpreis (Albert Mangelsdorff Preis), der sie für ihr bisheriges vielseitiges und grenzüberschreitendes Lebenswerk, für ihre Arbeit an der Schnittstelle von Pop, Kunst und Avantgarde auszeichnet. 2004 stellte Ulrike Haage ihre erste Solo-Instrumental-CD mit dem Titel Sélavy fertig. Mit diesem Programm wurde sie 2005 vom Goethe-Institut Moskau zu Solotourneen, Workshops und Vorlesungen durch die Wolgastädte und Sibirien eingeladen. 2006 erschien ihr zweites Solo Album Weißes Land. Haage lebt in Berlin.
Für UPPM komponierte Ulrike die Klavier-CD
BER-1208 Le Pianoscope, welche bei Berlin Production Music erschienen ist.